# 56 Tierquälerei durch „Tierschützer“

Das Gehege der Berliner Wappentiere wurde belagert!

Es ist kaum zu glauben, was vor einigen Tagen durch die Presse geisterte. Es ist empörend, was sich da am Bärenzwinger im Köllnischen Park abspielte. Da wagten es tatsächlich angereiste Bielefelder und Kölner sogenannte „Tierschützer ", unseren geliebten Stadtbärinnen Schnute und Maxi auf den Pelz zu rücken und sie in ihrem seit 73 Jahren bestehenden Quartier bei der Winterruhe zu stören. Angeblich sei der Zwinger viel zu klein. Sie bezeichneten die Haltung der Bären als Tierquälerei. Was sie selbst jedoch durch ihr respektloses Verhalten den beiden Bären antaten, war offenbar nebensächlich. Gerade zu dieser Zeit beginnt für die Bären die Vorbereitung auf den „Winterschlaf". Sie dösen vor sich hin, bis sie in die endgültige Schlafphase fallen. Sie wollen derzeit ihre Ruhe haben und nicht durch Lärmaktionen mit Schlafentzug belästigt werden.

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Immer wieder war die Schließung des Bärenzwingers ein Thema im Bezirksamt. Aber eher deshalb, weil die Haltung der Tiere dem Bezirk zu viel finanziellen Aufwand abverlangte. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass es in heutiger Zeit nicht möglich sein soll, das geliebte Wappentier Berlins in natura besichtigen zu können, weil es am Geld mangelt ...
Aus Kindertagen erinnere ich mich immer wieder gern an den 1. Wandertag, der uns zum Bärenzwinger führte und uns das Wappentier der Stadt, der Braunbär, durch seine Lebendigkeit vertraut wurde. Nicht nur als Kind hatte man Freude an den Tieren. Da traten sie auch noch als Zirkusattraktion in Erscheinung. Auch als Erwachsener ist man begeistert, besonders weil man weiß, dass sie gut durch Mitarbeiter der Stadt betreut werden und durch den Verein „Berliner Bärenfreunde e.V." bei ihrer Entwicklung begleitet werden. Immer wenn ich aus einer anderen Stadt Besuch bekomme, habe ich die Freunde zu unseren Bären geführt und besonders bei den Kindern sehr viel Sympathie für unsere Stadt eingeholt.

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Die Gründerväter des Bärenzwingers haben sich zur damaligen Zeit auch weit aus dem Fenster lehnen müssen, um sowohl das Geld für den Bau des Geheges als auch für Kost und Logis der Bären aufzubringen. Alles ist machbar, nur wollen muss man es. Das sagten sich deshalb auch beherzte Berliner, die den Verein „Berliner Bärenfreunde e.V." am 10.11.1994 gründeten. Der Verein sorgt auch mit dafür, dass die Erforschung der Geschichte um den Berliner Bären vorangetrieben wird und der Berliner Bärenzwinger unserer Stadt noch recht lange erhalten bleibt.

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Störaktionen wie die aus den letzten Tagen haben die Stadt mehr als 10 000 Euro gekostet. Es ist eine Schande, dass unsere Steuergelder so sinnlos vergeudet werden.

Unsere Stadtbären müssen bleiben!

Karin B.

P.S.:
Laut Info der Berliner Woche vom 5.12.12 – Berliner Stadtbären dürfen vorerst bleiben. Der Bezirk stellt weiterhin rund 90 000 Euro für Personal und Zwinger für das Jahr 2013 zur Verfügung.
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